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Welche Unterlagen sind für die Finanzierung einer Immobilie nötig?

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Anbieter einer Immobilienfinanzierung

Einen Kredit für die Immobilienfinanzierung erhalten Sie bei Kreditinstituten, der Sparkasse oder Ihrer Bank. Wichtig für die Beantragung eines solchen Darlehens sind eine gute Bonität, ein festes Arbeitsverhältnis sowie ein regelmäßiges Einkommen in angemessener Höhe. Sind all diese Voraussetzungen gegeben, haben Sie sehr gute Chancen auf eine Bewilligung Ihres Finanzierungsvorhabens. Für den Erfolg ist es außerdem hilfreich, über einen gewissen Eigenkapitalanteil zu verfügen, idealerweise in einer Höhe von 10 bis 30 Prozent des Kaufpreises und der Kaufnebenkosten. Dies hat den Vorteil, dass die Kreditsumme und somit der Zinsaufwand niedriger ausfallen.

Unterlagen für die Immobilienfinanzierung

Die Kreditwürdigkeit stellen Sie durch die entsprechenden Unterlagen unter Beweis, die Sie beim Kreditinstitut oder bei der Bank einreichen, um eine Bewilligung der Immobilienfinanzierung zu erwirken. Hier gibt es zum Teil abweichende Anforderungen für Angestellte und Freiberufler. Neben den Nachweisen über den eigenen Verdienst sollten Sie den Kreditgeber mit Informationen zur Immobilie und zum vorhandenen Eigenkapital versorgen.

Neben Nachweisen über den Verdienst sind Informationen zum vorhandenen Eigenkapital unumgänglich.

Unterlagen zur Überprüfung der Kreditwürdigkeit

Um die Bonität zu beweisen, sind verschiedene Unterlagen für die Immobilienfinanzierung einzureichen. Sie umfassen eine Selbstauskunft, die Lohn- oder Gehaltsabrechnung der letzten drei Monate, den letzten Einkommensteuerbescheid und - im Falle von Angestellten - den letzten Rentenbescheid. Freiberufler reichen Einnahmen-Überschussrechnungen sowie Einkommensteuerbescheide und -erklärungen der letzten drei Jahre und aktuelle Umsatzzahlen ein. Bilanzierende Selbstständige nutzen hierfür die aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung, die der Steuerberater erstellt hat, dazu kommen Bilanzen, Einkommensteuerbescheide und -erklärungen der vergangenen drei Jahre. Für Beamte, Pensionäre und Rentner übernehmen die letzten Bezügeabrechnungen, Pensions- bzw. Rentenbescheide oder Einkommensnachweise der letzten drei Monate und der letzte Einkommensteuerbescheid diese Funktion. Auch Kranken- und Pflegeversicherungsnachweise und eine Kopie des Personalausweises oder Reisepasses gehören zu den Dokumenten, die für einen Immobilienkredit einzureichen sind.

Nachweise zum Eigenkapital und weiteren Kreditgebern

Wer für die Immobilienfinanzierung nicht nur Fremd-, sondern auch Eigenkapital aufwenden möchte, sollte dies beim Kreditgeber ebenfalls nachweisen. Auch dies dient dem Nachweis der Kreditwürdigkeit. Die Unterlagen hierzu können, je nach Form der eigenen Rücklagen, Konto- oder Depotauszüge, Sparguthaben oder Bausparguthaben enthalten. Auch Dokumente über die Darlehensvergabe anderer Kreditgeber sind beizufügen.

Unterlagen zum Objekt

Zusätzlich zu persönlichen Informationen erteilen Sie beim Kreditantragsverfahren auch Auskünfte über die Immobilie. Dadurch hat der Kreditgeber die Möglichkeit, zu beurteilen, ob das Objekt als Sicherheit dienen kann, sofern eine Zahlungsunfähigkeit eintritt. Vorzulegen sind der Kaufvertrag oder Vertragsentwurf, ein aktueller Grundbuchauszug sowie Auszüge aus den letzten Monaten, Bildmaterial des Objektes und eine Flurkarte des Katasteramtes, in der die Immobilie eingezeichnet ist. Bei Ein- oder Mehrfamilienhäusern fügen Sie Baupläne und -beschreibungen, Angaben zur Wohn- und Nutzfläche und Berechnungen des umbauten Raumes bei. Für Eigentumswohnungen sind Informationen über Grundriss und Wohnflächenberechnung sowie die Teilungserklärung notwendig.

Neben Nachweisen zur Kranken- und Pflegeversicherung sollte eine Personalausweiskopie eingereicht werden.

Bereitstellungszinsen im Blick haben

Ein wichtiger Faktor, den Sie bei der Immobilienfinanzierung immer berücksichtigen sollten, sind die Bereitstellungszinsen. Kreditinstitute und Banken erheben diese für die Zeit zwischen der Auszahlungsreife und dem Abruf der Summe. Viele Kreditgeber gewähren allerdings einen Zeitraum, in dem keine Bereitstellungszinsen erhoben werden. Dieser wird im Vertrag festgeschrieben und kann bis zu zwei Jahren betragen. Prüfen Sie daher die vertraglich festgelegten Konditionen in dieser Hinsicht genau.

Vor dem Bankgespräch: Erstellen Sie einen Finanzplan

Eine gute Vorbereitung auf das Finanzierungsgespräch steigert Ihre Erfolgsaussichten deutlich. Für den Kredit wird Ihre finanzielle Situation genauestens geprüft. Sinnvoll ist es daher, vorher einen dezidierten Finanzplan aufzustellen, der Ihnen einen Überblick über die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben verschafft und bei der Entscheidung für die passende Tilgungsrate hilft. Der Finanzplan enthält sämtliche monatlichen Eingänge wie Löhne und Gehälter, Einkünfte aus selbstständiger Arbeit oder Kapitalvermögen und alle weiteren Einnahmen sowie die Ausgaben in Form von bestehenden Bauspardarlehen, Ratenkrediten, Leasingraten, Lebenshaltungskosten, Versicherungen und andere regelmäßige Ausgaben. Legen Sie den Finanzplan im Gespräch Ihrem Berater vor. So kann dieser die mögliche Finanzierung mit Ihnen planen.

Häufig gestellte Fragen

Verfasst von:

Stefanie Aust, Gastautorin

Stefanie liebt es, komplexe Themen aus der Immobilienwelt in verständliche und begeisternde Worte zu kleiden. Ob über die richtige Finanzierung, die Wahl des passenden Wohnungstyps oder die erfolgreiche Immobiliensuche: Stefanie informiert Sie gern.

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Olaf Grumm
Head of Finance Consulting
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