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Das A bis Z der Immobilienfinanzierung

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A

Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen zählt zu Deutschlands beliebtesten Immobilienfinanzierungen. Die Kreditrate setzt sich hier aus Sollzins und Tilgungsanteil zusammen. Der Zinssatz wird dabei je nach Ihren individuellen Bedürfnissen auf einen Zeitrahmen von 1 bis 30 Jahren festgeschrieben. Während der Zinsanteil über die Jahre sinkt, steigt der Tilgungsanteil, da sich mit jeder Tilgungszahlung die Restschuld minimiert, sich die Zinsen jedoch immer prozentual nach dieser richten und sich die monatlichen Zinssätze demnach verringern. Nach Ablauf der Sollzinsbindung wird die Restschuld gegebenenfalls in Form einer Anschlussfinanzierung getilgt.

Anschlussfinanzierung

Von einer Anschlussfinanzierung spricht man bei der Weiterfinanzierung der Restschuld nach Ende der Sollzinsbindung.

B

Baukindergeld

Beim Baukindergeld handelt es sich um eine seit 2018 in Kraft getretene Unterstützung der Bundesregierung, die Familien mit Kindern beim Erwerb von Wohneigentum unter die Arme greifen möchte. Über einen Zeitraum von 10 Jahren können diese beim Kauf oder Neubau einer Immobilie einen staatlichen Zuschuss von 1.200 Euro pro Kind und Jahr in Anspruch nehmen.

Bauspardarlehen

Beim Bauspardarlehen spart der Kunde eine vertraglich festgesetzte Mindestsparsumme. Nach einer Mindestlaufzeit kann er den Bausparvertrag entweder auflösen und sich diese entweder auszahlen lassen oder ein Darlehensangebot annehmen, dass er (allein) für wohnwirtschaftliche Zwecke in Anspruch nehmen kann.

E

Eigenkapital

Das Eigenkapital umfasst den Kapitalteil, der sich aus eigenen finanziellen Mitteln zusammensetzt. Dazu zählen beispielsweise eigene Ersparnisse oder ein Bausparvertrag.

Eigenleistung

Die Eigenleistung, umgangssprachlich auch “Muskelhypothek” genannt, bezieht sich auf die selbstständig zu erbringenden Arbeiten wie Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten.

F

Flex-Darlehen

Flex- oder Kombi-Darlehen umfassen variable Finanzierungsoptionen, die verschiedene Darlehensformen verbinden.

Fremdkapital

Beim Fremdkapital handelt es sich um Geld, das andere Finanzierungspartner für eine Immobilienfinanzierung zur Verfügung stellen, wenn das eigene Kapital nicht ausreicht. Finanzierungspartner können dabei Banken, Bausparkassen, Versicherungen, aber auch Arbeitgeber sein. Die Bereitstellung des Fremdkapitals unterliegt bestimmten Regeln. So wird es beispielsweise befristet, muss zurückbezahlt werden und wird verzinst.

G

Grunderwerbssteuer

Die Grunderwerbssteuer zählt zu den Kaufnebenkosten und wird in Deutschland immer erhoben, wenn Immobilien oder Grundstücke den Eigentümer wechseln. Zu den wenigen Ausnahmen zählen dabei eine Erbschaft, eine Schenkung oder der Verkauf zwischen Personen mit gerader Verwandtschaftslinie, also beispielsweise Eltern und Kinder.

H

Hypothek

Unter einer Hypothek versteht man ein sogenanntes Grundpfandrecht zur Absicherung einer Baufinanzierung, das Darlehensgebern als Sicherheit für ein zur Verfügung gestelltes Baudarlehen dient.

I

Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage einer Immobilie wird vom Eigentümer angespart, um künftig anfallende Instandhaltungskosten abdecken zu können. Schon beim Kauf oder Neubau einer Immobilie sollte man diese fest einplanen.

K

Kaufnebenkosten

Bei Kaufnebenkosten handelt es sich um jene Kosten, die zusätzlich zum Kaufpreis der Immobilie anfallen und etwa 10 bis 15 Prozent von diesem ausmachen. Dazu zählen unter anderem Notarkosten, Grunderwerbssteuer oder die Maklerprovision, die bei EverEstate entfällt, da wir grundsätzlich provisionsfreie Immobilien anbieten.

Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit (auch Bonität) bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, mit der ein potentieller Darlehensnehmer die vereinbarten Zins- und Tilgungsleistungen erbringen und das aufgenommene Darlehen zurückzahlen kann.

L

Laufzeit

Die Laufzeit einer Baufinanzierung umfasst die Zeitspanne, in der ein Darlehen zurückgezahlt werden soll und richtet sich nach Faktoren wie Tilgungs- und Zinshöhe.

M

Maklerprovision

Die Maklerprovision (auch Courtage) ist das Honorar, das der Makler nach erfolgreicher Vermittlung einer Immobilie erhält.

R

Ratenpause

Bei plötzlichem Jobverlust, einem großen materiellen Schaden oder unerwarteten Veränderungen der persönlichen Lebenssituation kann es mitunter schwer werden, die monatlichen Kreditkosten zu decken. Daher bieten viele Kreditinstitute ihren Kreditnehmern die Möglichkeit, die Tilgung ihres Kredits für einen vereinbarten Zeitraum zu pausieren. Allerdings fallen hier meist Gebühren an.

Restschuld

Die Restschuld beschreibt den Betrag einer Immobilienfinanzierung, der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht getilgt wurde. In der Regel besteht nach Ablauf der vereinbarten Sollzinsbindung noch eine offene Summe, die an den Darlehensgeber zurückgezahlt werden muss.

S

Sollzins

Der Sollzins wird vom jeweiligen Kreditinstitut gemäß der Kreditbedingungen des Kreditnehmers berechnet. Er richtet sich nach äußeren Faktoren wie beispielsweise der aktuellen Marktsituation (Leitzins), der Zinsbindungsdauer oder Darlehenshöhe sowie individuellen Faktoren wie Alter oder Einkommensverhältnissen.

Sollzinsbindung

Die Sollzinsbindung sichert den bestmöglichen Sollzins über einen festgelegten Zeitraum. Gängig sind hier etwa 10 bis 20 Jahre.

Sondertilgung

Bei der Sondertilgung handelt es sich um jährliche Zusatzraten von etwa 5 Prozent, die helfen, das Darlehen schneller abzuzahlen. Hier können beispielsweise unerwartete Geldsummen aus Erbschaften oder Gehaltsboni einfließen.

T

Tilgung

Unter Tilgung versteht man die planmäßige oder außerplanmäßige Rückzahlung von Schulden. Je höher dabei die Anfangstilgung ist, desto schneller ist die Restschuld getilgt und die Zinslast damit geringer. Experten empfehlen hier: 2 Prozent und höher.

Tilgungsdarlehen

Beim sogenannten Tilgungsdarlehen wird zunächst eine monatliche Tilgungsrate berechnet, indem die jeweilige Darlehenssumme durch die Anzahl der Laufzeitmonate geteilt wird. Dieser Wert wird dann mit dem jeweiligen Zinsteil addiert, der im Lauf der Zeit proportional sinkt.

U

Umschuldung

Bei einer Umschuldung handelt es sich um den Abschluss einer neuen Immobilienfinanzierung, die vor allem bei einer anstehenden Abschlussfinanzierung von Bedeutung ist. Läuft die Sollzinsbindung aus, ergeben sich prinzipiell zwei Möglichkeiten, um die verbleibende Restschuld zu finanzieren. Einerseits kann der bestehende Darlehensvertrag verlängert werden, andererseits kann man sich für einen neuen Darlehensgeber entscheiden.

V

Volltilgerdarlehen

Der Kauf von Immobilien zahlt sich nach wie vor aus, denn das Zinsniveau ist so niedrig wie nie und kompensiert damit oft die gestiegenen Kaufpreise. Besonders attraktiv erscheint daher ein Volltilgungsdarlehen, bei dem Kreditlaufzeit und der Zeitraum bis zur vollständigen Tilgung des Kredits identisch sind. Nach Laufzeitende entfallen somit Restschuld, Anschlussfinanzierung und damit auch Zinsänderungsrisiko.

Vorfälligkeitsentgelt

Das Vorfälligkeitsentgelt ist der Betrag, den ein Kreditnehmer bei außerplanmäßiger Kündigung eines langfristigen Kredits begleichen muss.

Z

Zins

Der Zins umfasst das Entgelt, das ein Schuldner dem Gläubiger als Gegenleistung für vorübergehend überlassenes Kapital zahlt.

Zwischendarlehen

Bei einem Zwischendarlehen handelt es sich um eine Überbrückung einer Finanzierungslücke, wenn beim Erwerb einer Immobilie beispielsweise zunächst nicht genug Eigenkapital zur Verfügung steht. Die Laufzeit eines Zwischenkredits liegt dabei meist zwischen einigen Jahren bis zu maximal zwei Jahren.

Verfasst von:

Ina Schulze

Inas Herz schlägt für Design, Interior und die Magie des (geschriebenen) Wortes. Der Liebe wegen pendelt sie zwischen Leipzig und Berlin – und ist dabei immer auf der Suche nach neuen Stadtimpressionen für den EverEstate Blog.

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Olaf Grumm
Head of Finance Consulting
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