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SO geht exklusives Wohnen in Berlin: Das Projekt SOMA

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Ein ganzheitlicher Designansatz

1936 entwarf der berühmte Architekt Hans Scharoun eine Wohnsiedlung in der ländlichen Idylle Kladows, deren Häuser sich in ihrer Gestaltung subtil an organischer Architektur orientieren. Ihr ganzheitlicher Designansatz soll das Gleichgewicht zwischen menschlichem Wohnen und der natürlichen Welt fördern. Das neue Projekt SOMA greift diese Ideen auf und entwickelt sie auf ganz eigene Weise weiter.

Äußerlich ähneln die SOMA Häuser den Scharoun Häusern

Die zwei Doppelhäuser, deren Name SOMA von der griechischen Übersetzung des Wortes ‘Körper’ stammt, wurden von dem Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez entworfen. Mit dem Schwerpunkt auf Kulturbauten, insbesondere im Kontext des UNESCO-Weltkulturerbes sowie auf Wohn- und Bildungsgebäuden, liegt die Handschrift von BFM in monolithischen Konstruktionen und Materialien. Ihre zahlreichen Auszeichnungen erhielten sie unter anderem für die Renovierung des Schlosses von Wittenberg und für den Wiederaufbau der Meisterhäuser in Dessau in neuer Interpretation.

Geschichte zum Leben erweckt

Bruno Fioretti Marquez’ Herangehensweise an Renovierung und Wiederaufbau ähnelt in gewisser Weise Kintsugi. Bei dieser japanischen Kunstform wird zerbrochene Keramik mit Nähten aus pulverisiertem Gold, Silber oder Platin repariert. So wird die einzigartige Geschichte eines jeden Artefakts gewürdigt, indem die Bruchstellen nicht versteckt oder verschleiert, sondern hervorgehoben werden.

Hans Scharoun brachte Natur und Architektur in Einklang

Während die Scharoun Häuser selbst unter Denkmalschutz stehen, wurde die nächste Umgebung mit ihren Parks und dem Havelufer von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Obwohl es sich bei SOMA nicht um eine Restaurierung oder Rekonstruktion im Sinne früherer Arbeiten von BFM handelt, ist es allemal eine Fortsetzung des Vermächtnisses von Scharoun mit ähnlichem Ansatz. Die neuen Wohnhäuser fügen sich in den bestehenden Nachlass eines renommierten Architekten mit sehr starkem Hang zur Ästhetik ein. So nimmt der Entwurf der SOMA Häuser die Gebäudekubatur der Scharoun Häuser in Form und Architektursprache auf. Auch die verwendeten Materialien sind ähnlich: Die Außenseite besteht aus Backstein, Gips und Holz, während die Dächer an die ‘zeltartigen’ Vorsprünge der Scharoun Häuser erinnern.

Die SOMA Häuser nutzen ein hybrides Raumkonzept mit mehrdimensionalen Sichtachsen

Hybrides Raumkonzept für Jung und Alt

Weitere Gemeinsamkeiten sucht man jedoch vergebens. Was die Doppelhaushälften des Projektes SOMA wirklich auszeichnet, ist ihr hybrides Raumkonzept mit mehrdimensionalen Sichtachsen. Bei ihrem einzigartigen Grundriss sind Souterrain und Erdgeschoss in Längsrichtung, Ober- und Dachgeschoss wiederum in Querrichtung angelegt. Das bedeutet, dass sich nicht einfach zwei rechteckige Einheiten nebeneinander befinden, sondern jede Hauseinheit in alle vier Himmelsrichtungen ausgerichtet ist und die gesamte Länge und Breite des Hauses ausnutzt. Auch die vertikale Ausrichtung wird durch vier Stockwerke betont. Das Ergebnis ist ein faszinierender und ansprechender Kontrast, der die Bandbreite zeitgenössischer Architektur gekonnt ausnutzt und ein außergewöhnlich großzügiges Raum- und Lichtgefühl erzeugt.

Das Innere der SOMA Häuser

Obwohl das Äußere in Dimension und Materialität an die früheren Scharoun Häuser erinnert, ist ihr Inneres fast von monolithischer Natur, da sie aussehen, als wären sie jeweils aufwendig aus einem einzigen Steinblock herausgearbeitet worden. Doch die Vermutung, dass dies kalt und abweisend wirken könnte, kann die Realität widerlegen. Die geraden Linien verleihen einen soliden Eindruck und vermitteln ein beruhigendes Gefühl, während der Holzboden und einzelne Akzente mit der Natur verschmelzen, die sich hinter den großen Fenster zeigt. Dadurch werden die Grenzen zwischen Innen und Außen, zwischen Architektur und Natur verwischt – ganz im Sinne von Scharouns Glauben an die organische Architektur. Weder unsichtbar noch fehl am Platz harmonieren die Häuser elegant mit ihrer Umgebung.

Verschmelzung vom Inneren und Äußeren

Die meisten Restaurationen oder Erweiterungen sollen die Arbeit derer würdigen, die vorher da waren und imitieren mehr oder weniger das bereits Vorhandene. Die SOMA Häuser entsprechen zwar dem Kerngedanken von Scharouns Häusern, erscheinen aber in innovativem und zeitgenössischem Design. Was alt ist, ist neu.

Übersetzung: Philipp Müller

Verfasst von:

Alex McKerrell

Der in London geborene Alex ist seit mittlerweile über einem Jahrzehnt Wahlberliner. Ob Sie sich für das beste indische Restaurant (Bahadur in Wilmersdorf, ohne Frage) oder die Geschichte des Nikolaiviertels interessieren: Alex können Sie immer fragen.

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