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Entlastung von Verbrauchern durch die Deckelung der Gaspreise

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So funktioniert eine Gaspreisbremse

Ein Preisdeckel stellt eine Obergrenze dar, der im Vorhinein bereits festgelegt wurde. Die Regierung bestimmt somit einen Festpreis. Dies ist der maximale finanzielle Wert, den Energieversorger von den Haushalten für die bereitgestellte Energie verlangen dürfen. Wenn der Einkaufspreis für das Gas diesen Fixpreis übersteigt, übernimmt der Staat die Finanzierung dieser Mehrkosten, und nicht, wie üblich, der Endverbraucher. Der festgelegte Maximalpreis soll für 80 Prozent des Verbrauchs gelten und 12 Cent brutto pro Kilowattstunde betragen, für die übrigen 20 Prozent liegt der garantierte Höchstpreis bei 9,5 Cent brutto. Zur Überbrückung bis zur Einführung der Preisbremse, die voraussichtlich im Januar 2023 für Unternehmen und im März für Privathaushalte erfolgen wird, übernimmt der Staat im Dezember per Einmalzahlung die Kosten für die monatliche Abschlagszahlung an die Gasanbieter.

Auswirkungen auf die Verbraucher

Für Endkunden bedeutet die Deckelung der aktuellen Erdgaspreise eine wichtige finanzielle Entlastung, denn auch im kommenden Winter ist damit zu rechnen, dass der Gaspreis explodiert und hohe Kosten auf sie zukommen. Die Preisbremse ermöglicht Ihnen als Verbraucher eine verlässlichere Kalkulation der Kosten für den Gasverbrauch, vorausgesetzt, Sie behalten Ihren Verbrauch stets im Überblick. Die Notwendigkeit eines Gaspreisvergleichs entfällt somit ebenfalls, da der Deckel für alle Gasanbieter gleichermaßen gilt. Allerdings betonen Experten, dass das Energiesparen und speziell das Einsparen von Gas nach wie vor von größter Bedeutung ist, um eine Gasmangellage im Winter möglichst zu vermeiden. Sie weisen auf die Erfordernis hin, den Gasverbrauch in einer Höhe von 20 bis 25 Prozent zu reduzieren, um eine sichere Versorgung während des Winters zu gewährleisten. Eine Preisbremse ermöglicht jedoch nicht nur eine Entlastung für die Kosten des direkten Verbrauchs, denn sie wirkt sich auch senkend auf die Inflation aus. Diese wird vor allem durch die steigenden Energiepreise angetrieben.

Insgesamt neun Länder in der EU haben eine Preisdeckelung für Gas bereits eingeführt

Ausgestaltung des Preisdeckels in Deutschland

Die Basis für den Grundverbrauch, der zu 80 Prozent über die Preisbremse gedeckelt ist, bildet die Abschlagszahlung aus dem Monat September 2022. Wenn also beispielsweise ein Haushalt mit drei Personen im vorherigen Jahr 12.000 kWh an Gas verbraucht, erhält dieser eine Menge von 9.600 kWh zum festgelegten Fixpreis. Der darüber hinaus gehende Gasverbrauch ist preislich nicht gedeckelt. Das soll trotz Preisbremse weiterhin einen Anreiz zum Gassparen schaffen, denn wenn die erforderlichen 20 bis 25 Prozent eingespart werden, fällt somit der gesamte Verbrauch unter den Deckel des Gaspreises. Die Finanzierung dieser Unterstützung erfolgt über einen sogenannten Abwehrschirm in Höhe von 200 Milliarden Euro, die Mittel hierfür werden dem Wirtschafts- und Stabilisierungsfonds entnommen. Für die Finanzierung wurde zudem die staatliche Schuldenbremse ausgesetzt. Nach jetzigem Stand ist geplant, den Deckel bis zum Frühjahr 2024 in Kraft zu lassen.

Häufig gestellte Fragen

Verfasst von:

Stefanie Aust, Gastautorin

Stefanie liebt es, komplexe Themen aus der Immobilienwelt in verständliche und begeisternde Worte zu kleiden. Ob über die richtige Finanzierung, die Wahl des passenden Wohnungstyps oder die erfolgreiche Immobiliensuche: Stefanie informiert Sie gern.

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