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Immobilie innerhalb der Familie verkaufen: Das muss beachtet werden

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Vorteile des interfamiliären Immobilienverkaufs

Wer sein Eigenheim an ein Familienmitglied, zum Beispiel an das eigene Kind, verkauft, kann sicher sein, dass das Immobilieneigentum im sicheren Familienbesitz verbliebt. Zudem kann hiermit eventuellen Unstimmigkeiten im Erbfall vorgebeugt werden, indem die Eigentumsverhältnisse klar geregelt und notariell beurkundet sind. Des Weiteren entfällt die Regelung der Eigennutzung, die bei einer Erbschaft besteht und die besagt, dass Erben unmittelbar nach dem Ableben der Elternteile in die Immobilien einziehen müssen. Darüber hinaus vermeiden Sie die Schenkungs- und Erbschaftsteuer, wenn Sie ein Grundstück innerhalb der Familie verkaufen bzw. kaufen. Speziell beim Verkauf an die eigenen Kinder fällt außerdem keine Grunderwerbsteuer an. Als Verkäufer erhalten Sie durch den Verkauf innerhalb der Familie bereits zu Lebzeiten die finanziellen Mittel, um sich persönliche Wünsche zu erfüllen oder in eine altersgerechte Wohnung ziehen zu können. Darüber hinaus können anfallende Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten geltend machen, sofern die verkaufenden Eltern im an den Käufer überschriebenen Haus zur Miete wohnen.

Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Der Wohnungs- oder Hausverkauf innerhalb der Familie ist im Grunde mit den gleichen Kosten verbunden wie der Immobilienverkauf an andere Parteien. Die Ausnahme bildet die Grunderwerbsteuer, die beim Verkauf an die eigenen Kinder entfällt. Zu rechnen ist demnach mit Notar- und Grundbuchkosten sowie den Aufwendungen für den Energieausweis. Soll eine Immobilienbewertung im Vorfeld des Verkaufs getätigt werden - dies ist grundsätzlich ratsam - sind auch die Kosten für die Erstellung des Wertgutachtens mit einzuberechnen. Wenn ein Darlehen für die Immobilienfinanzierung aufgenommen und der Kredit vorzeitig gekündigt wurde, ist es möglich, dass die Bank für die entfallenden Zinseinnahmen eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet. Sie fällt jedoch nicht an, wenn das Haus schon abbezahlt ist.

Achtung: Ein zu niedriger Verkaufspreis führt oftmals zu Schwierigkeiten mit dem Finanzamt

Steuerliche Auswirkungen des Verkaufs

Wenn Sie planen, ein Haus oder eine Wohnung innerhalb der Familie zu verkaufen, sind einige steuerliche Punkte wichtig. Beim Hausverkauf an Verwandte in direkter Linie fällt zwar keine Grunderwerbsteuer an, für alle anderen interfamiliären Verkäufe ist sie jedoch zu entrichten. Darüber hinaus gelten auch für Familienangehörige, die eine Immobilie verkaufen bzw. kaufen, die Regelungen bezüglich der Spekulationssteuer, sofern die zehnjährige Frist nicht abgewartet wird. Das bedeutet: Wer sein Haus innerhalb von zehn Jahren nach dem Bau oder Kauf weiterverkauft, muss auf den daraus entstehenden Gewinn Einkommensteuer, auch als Spekulationssteuer bezeichnet, entrichten. Dies gilt auch für den Verkauf einer Eigentumswohnung innerhalb der Familie. Die Steuer kann jedoch umgangen werden, wenn die Immobilie seit mindestens zehn Jahren in dessen Besitz ist und durch den Verkäufer durchgehend selbst bewohnt wurde oder dieser das Objekt bei einer vorher erfolgten Vermietung im Verkaufsjahr und zwei vorherigen Jahren bewohnt hat.

Häufig gestellte Fragen

Verfasst von:

Stefanie Aust, Gastautorin

Stefanie liebt es, komplexe Themen aus der Immobilienwelt in verständliche und begeisternde Worte zu kleiden. Ob über die richtige Finanzierung, die Wahl des passenden Wohnungstyps oder die erfolgreiche Immobiliensuche: Stefanie informiert Sie gern.

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