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Kiezprofil: Boxhagener Kiez in Friedrichshain

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Von überall aus erreichbar

Der Boxhagener Kiez ist der östlichste innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings, dessen Strecke dort auch die Grenze bildet. Während im Süden die Stadtbahntrasse entlangführt, bilden im Westen die Warschauer Straße und im Norden die Frankfurter Allee den Abschluss. Da das Gebiet von den S- und U-Bahnhöfen Ostkreuz, Warschauer Straße, Frankfurter Tor und Frankfurter Allee flankiert wird, müssen sich Besucher nicht darum sorgen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hin- und wieder nach Hause zu finden.

Kreuzung Boxhagener Straße/Warschauer Straße

Ein Blick zurück

Vor allem die jüngere Geschichte Friedrichshains ist mitverantwortlich für die heutige kulturelle Attraktivität, wenn auch kaum noch etwas an das äußere Erscheinungsbild von vor 30 Jahren erinnert. Viele der mittlerweile umfangreich sanierten Altbauten waren nach dem Fall der Mauer runtergekommen, standen leer und weckten so das Interesse von Hausbesetzern. Daraus resultierten unter anderem die Straßenschlachten rund um die Räumung der Mainzer Straße am 14. November 1990, die zu einem der größten Polizeieinsätze in der Berliner Nachkriegsgeschichte führte. Die den linksautonomen Strukturen entsprungenen Bars und Clubs legten den Grundstein für eine Kneipenkultur, die vor allem Studenten und junge Menschen generell anzog. Trotz fortlaufender Gentrifizierung, die ihren Ursprung damit fast ironischerweise in den Hausbesetzungen fand, ist die alternative Szene bis heute wichtiger Bestandteil eines zwar links geprägten, jedoch vielfältigen Bevölkerungsmixes.

Wer fühlt sich wo am wohlsten

Außer Frage steht, dass Menschen, die hier leben wollen, weder Menschenmengen scheuen noch Berührungsängste haben sollten, denn in dem sich alltäglich zutragenden Schauspiel rund um den Boxhagener Platz nehmen neben den Anwohnern auch Besucher und Touristen eine wichtige Rolle ein. Besonders zwischen der Warschauer Straße und der Gärtnerstraße locken nicht nur Kneipen und Bars, sondern auch Restaurants, Cafés und kleine Lädchen Reisende in den Osten der Hauptstadt. Ebenso pulsierend zeigt sich das Leben nahe des Bahnhofs Ostkreuz, während es dazwischen, vor allem im nordöstlichen Teil des Kiezes entlang der Scharnweberstraße, ein wenig ruhiger und familiärer zugeht.

Treiben an der Kreuzung Boxhagener Straße/Simon-Dach-Straße

Heiter in die Nacht

Entscheidend für die Wahl einer Bar oder Kneipe ist am Wochenende mitunter die Frage, wo sich noch ein Plätzchen finden lässt – und das obwohl die Auswahl riesig ist. Ob Selbstgebrautes im Hops & Barley, DDR-Einrichtung und alternative Musik in der Tagung oder Shisha und Cocktails im Barlou: Die Vielfalt ist gewiss. Insbesondere im Sommer wird dem Kapazitätsmangel in vielen Lokalitäten mit Tischen und Stühlen auf den Bürgersteigen Einhalt geboten. Dadurch verwandelt sich unter anderem die berühmte Simon-Dach-Straße in einen mit Wein, Bier und Co. angeheizten Kessel, in dem eine ausgelassene Stimmung brodelt. Die gut gelaunten Mengen leben ihre Trinklaune dann nicht mehr nur in den Außenbereichen der Bars, sondern auch mit Späti-Bieren auf den Straßen und auf diversen Plätzen des Kiezes aus. Am besten tanzt es sich danach auf dem RAW-Gelände durch die Nacht, wo neben dem Astra Kulturhaus, Cassiopeia und Badehaus Berlin noch etliche weitere Konzertsäle und Clubs auf Feierlustige warten.

Die Küchen dieser eigenen kleinen Welt

Doch nicht nur zum Party machen eignet sich der Boxhagener Kiez, sondern auch zum Schlemmen. Durch die Straßen erstreckt sich ein Netz aus Restaurants und Cafés, in dem jede Masche einen anderen Geschmack bedient und jeder Appetit gestillt wird. Für einen guten Start in den Morgen sorgt beispielsweise der Kaffee samt Pancake oder Sandwich im Silo Coffee oder der Sonntagsbrunch im Hüftgold. Mittags lädt die Oase zu schmackhaften Falafelvariationen oder Hot Dog Soup, wie schon der Name verrät, zu leckeren Hot Dogs und ebenso bekömmlichen Suppen ein. Am Nachmittag lohnt sich ein Besuch im Cupcake Berlin, das neben den kleinen Küchlein auch die wohl besten Brownies der Stadt im Angebot hat. Der Abend kann bei gehobener Fusionsküche im Milja & Schäfa oder mit einer Pizza im unkonventionellen Il Ritrovo ausklingen. Diese Auswahl spiegelt jedoch längst nicht wider, was die Gegend Hobbygourmets alles zu bieten hat. Wer sich vornehmen würde, den kompletten Kiez kulinarisch zu erschließen, müsste sich auf eine lange, dafür aber sehr erschwingliche Reise vorbereiten.

Blick durch das Frankfurter Tor auf den Fernsehturm

Shopping mal anders

Für einen ausgedehnten Einkaufsbummel müssen die Anwohner hingegen nicht weit reisen. Jenseits überfüllter Malls und Einkaufszentren findet man hier noch kleine Lädchen und zum Teil sogar Handgemachtes. Die liebevoll hergerichteten Spielwaren bei GroßstadtPony, gut sortierte Second-Hand-Mode bei KING KONG VINTAGE und eine breite Auswahl an Schallplatten und Kleidung bei HHV sind nur einige der Gründe, weshalb das Shoppingerlebnis seinesgleichen sucht. Ergänzt werden die vielen Geschäfte durch die sonntäglichen Flohmärkte auf dem RAW-Gelände und dem Boxhagener Platz sowie den samstags stattfindenden Wochenmarkt ebendort.

Ausgewogene Freizeitgestaltung

Dass ein ausgeglichenes Leben nicht nur aus Völlerei und Konsum bestehen kann, ist in der Nachbarschaft südlich der Frankfurter Allee durchaus bekannt. Glücklicherweise helfen etliche Freizeitangebote dabei, den Alltag mit unterschiedlichsten Aktivitäten aufzufrischen. Neben dem Boxhagener Platz sind der Traveplatz und der Annemirl-Bauer-Platz zum Beispiel beliebte Ziele für Spaziergänger, Picknicker und Jogger. Sport treiben kann man aber auch drinnen: Während der Kegel Kletterern und Boulderern eine Wand zum Bezwingen bietet, versprechen Yogastudios wie die Yogibar und Lotos Yoga Entspannung und Bewegung zugleich. Etwas gemütlicher läuft indes der Kinobesuch im b-ware! Ladenkino oder im Kino Intimes ab.

Außenansicht des Kino Intimes

Wie geht es weiter?

Der Boxhagener Kiez ist heute wahrlich kein Geheimtipp mehr. Die Bürgersteige sind belebter denn je, ohne dass die Gegend durch den zunehmenden Zulauf an Attraktivität verliert. Im Gegenteil: Wo vor wenigen Jahren noch Baulücken klafften, stehen nun moderne Neubauten, die sich stilistisch an den umliegenden Gründerzeitgebäuden orientieren. Wenn es gelingt, das kulturelle und gastronomische Angebot aufrechtzuerhalten, steht dem Kiez eine glänzende Zukunft bevor.

Häufig gestellte Fragen

Verfasst von:

Philipp Müller

Philipp ist in Berlin zu Hause und liebt es, die Stadt in all ihren Facetten zu erkunden. Hier teilt er seine Erfahrungen, ausgewählte Entdeckungen und hilfreiche Tipps mit den Lesern.

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