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Strafzinsen für Sparer? Schützen Sie ihr Sparguthaben vor Minuszinsen

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Trend zu Negativzinsen bei privaten Einlagen

Für Anleger fallen Verwahrentgelte immer dann an, wenn die Nachfrage nach dem entsprechenden Anlageprodukt auf dem Markt das Angebot deutlich übersteigt. Für den Kapitalmarkt müssen hier spezielle Bedingungen eintreten. Dies ist der Fall, wenn alternative Angebote ein hohes Ausfallrisiko haben, sodass Sparer den Negativzins in Kauf nehmen, dafür jedoch eine hohe Sicherheit im Hinblick auf ihre Geldanlage erhalten. Im Jahr 2014 wurde erstmalig ein Strafzins bei der Europäischen Zentralbank verlangt, als der Zins auf Einlage von Geschäftsbanken bei der EZB auf einen Kurs von 0,1 Prozent fiel. Nach einer gewissen Zeit erreichte der Strafzins auch private Sparer, die in einem größeren Rahmen finanzielle Mittel bei der Bank deponierten.

Wenn die Bank zur Kasse bittet

Einige Fragen, die viele Anleger umtreiben, lauten: Ab welchem Betrag zahlt man einen Strafzins und wie verhalten sich Minuszinsen auf das Ersparte? Aktuell sind vom Strafzins vor allem Geschäftskunden und Großanleger davon betroffen. Die meisten Kreditinstitute legen einen solchen Zins in erster Linie für hohe Summen fest. Üblich ist, dass ein Negativzins ab einer Sparsumme von 100.000 Euro anfällt. Ab dieser Höhe können Strafzinsen auch für Privatkunden entstehen. Es nicht prinzipiell ausgeschlossen, dass der Strafzins auch für Kleinsparer anfallen könnte. Einige wenige Banken haben die Grenze der Sparsumme für den Minuszins bereits auf 50.000 Euro herabgesetzt. Bislang ist allerdings der Wettbewerb auf dem Markt noch zu hoch, um Kleinsparer damit zu belasten, da die Wahrscheinlichkeit einer Abwanderung bei der Erhebung von Negativzinsen zu hoch ist. Dies gilt auch für Strafzinsen auf das Tagesgeldkonto. Dabei gibt es für Anleger durchaus Möglichkeiten, den Negativzins zu umgehen und das Ersparte zu vermehren.

Negativzinsen umgehen: Unsere Experten-Tipps

Achten Sie darauf, dass Ihr Erspartes unterhalb der Grenze für das Verwahrentgelt bleibt. Dies liegt in der Regel bei 100.000 Euro, in wenigen Fällen auch bei 50.000 Euro. Bei höheren Ersparnissen lohnt es sich, alternative Anlageformen in Betracht zu ziehen. Hierfür sind Immobilien eine sinnvolle Wahl, da der niedrige Zins in ihrem Fall einen Vorteil darstellt und günstige Kredite ermöglicht. Einlagen von mehr als 100.000 Euro können auf mehrere Tagesgeldkonten bei verschiedenen Banken angelegt werden. Direktbanken statt Filialbanken erheben meist aufgrund des geringeren Aufwands weniger Gebühren und stellen ebenfalls eine sinnvolle Alternative dar. Auch der Abschluss eines Festgeldkontos mit einer langen Laufzeit sowie ohne Strafzins ist eine Möglichkeit, dem Minuszins zu entgehen.

Für Anleger existieren zahlreiche Möglichkeiten, Negativzinsen zu umgehen

Auswirkungen des Minuszinses

Strafzinsen für Privatkunden oder geschäftliche Anleger haben teilweise deutliche Auswirkungen. Sparern signalisieren sie, dass die Zeiten für Investoren schwierig werden. Dies bedeutet, dass Sie als Privatanleger im Fall des Strafzinses eine Entscheidung treffen. Entweder Sie nehmen den Negativzins in Kauf und erhalten dafür eine relativ hohe Sicherheit oder Sie weichen auf Investmentformen aus, die mit einem höheren Risiko einhergehen, dafür aber lukrativer sind. Sofern Sie bei Ihrer Anlageform und Bank bleiben, müssen Sie einkalkulieren, dass Sie trotz Sparens Verluste machen. Die Zinssätze beim Minuszins sind zwar klein, haben aber auf hohe Einlagen dennoch beachtliche Auswirkungen. So sind bei einem Kapital von 250.000 Euro und einem Zinssatz von -0,4 Prozent Zinsen in Höhe von 1.000 Euro zu veranschlagen. Dies bedeutet, dass sich die Sparsumme innerhalb eines Jahres auf einen Betrag von 249.000 Euro reduziert. Wer seine Investition für einen Zeitraum von über einem Jahr tätigt, muss von Verlusten in einem höheren Ausmaß ausgehen. Sinnvoll ist es, mit der Bank kürzere Laufzeiten zu vereinbaren, um die Sparform wechseln zu können und den Verlust einzugrenzen.

Mehr Fremdkapital leihen als zurückzahlen?

Sind Strafzinsen erlaubt? Diese Frage entsteht häufig, wenn eine Bank ein Verwahrentgelt erhebt. Prinzipiell ist das Erheben eines Minuszinses rechtens - dies wurde in mehreren Gerichtsurteilen festgestellt. Es gibt jedoch Möglichkeiten, mit denen sich Sparer schützen können. So ist es beispielsweise nicht erlaubt, die Zinsen auf bereits länger bestehende Sparverträge zu erheben oder sie nachträglich in ihre Geschäftsbedingungen einzufügen. Erhebt die Bank außerdem bereits Kontoführungsgebühren für Privatkunden, ist es ebenfalls nicht ohne weiteres möglich, einen Strafzins zu verlangen. Ein Minuszins wirkt sich auf das Vermögen von Großsparern und Unternehmen nachteilig aus, er birgt jedoch für Verbraucher durchaus auch Vorteile. Denn diese profitieren durch die niedrigen Zinsen von günstigen Krediten, durch die es ihnen möglich ist, auch höhere Investitionen, beispielsweise in Immobilien, zu tätigen. Durch die niedrigen Zinsen erhalten Investoren für einen Immobilienkredit besonders günstige Konditionen. Diese Auswirkung können Sie sich daher als Immobilienanleger zunutze machen und bei der richtigen Auswahl einen zinsgünstigen Darlehensvertrag abschließen, mit dem Sie eine Immobilie als Geldanlage finanzieren und eine gute Rendite erzielen.

Häufig gestellte Fragen

Verfasst von:

Stefanie Aust, Gastautorin

Stefanie liebt es, komplexe Themen aus der Immobilienwelt in verständliche und begeisternde Worte zu kleiden. Ob über die richtige Finanzierung, die Wahl des passenden Wohnungstyps oder die erfolgreiche Immobiliensuche: Stefanie informiert Sie gern.

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