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Grundsteuer, Garten und Co.: Diese Umlagen dürfen Vermieter abrechnen

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Pflichtlektüre für Vermieter: Die Betriebskostenverordnung

Im Rahmen der Wohnungsnutzung entstehen einige unvermeidliche Kosten. Und diese dürfen Sie als Vermieter auf Ihre Mieter umlegen. Wenn Sie wissen möchten, welche das im Detail sind, sollten Sie sich die Betriebskostenverordnung näher ansehen. Da die Abrechnung der Nebenkosten immer wieder einen Streitpunkt zwischen Vermieter und Mieter darstellt, kommt der Betriebskostenverordnung eine hohe Bedeutung zu. Diese hat im Jahr 2019 noch einmal eine Überarbeitung erfahren und listet genau auf, was zu den umlagefähigen Kosten gehört. Insgesamt sind in dieser Verordnung 17 Positionen aufgeführt. Damit ist auch klar, was nicht umlagefähige Betriebskosten sind: Dazu gehören alle Positionen, die in der BetrKV nicht berücksichtigt sind.

Diese Kosten können auf den Mieter umgelegt werden

Welche Kosten können auf den Mieter umgelegt werden? Wenn Sie diese Frage beantworten möchten, erhalten Sie hier die Antwort.

Hausgeld

Sie können das Hausgeld auf Ihre Mieter umlegen. Zum Hausgeld gehören zum Beispiel die Kosten für die Abfallentsorgung und den Hausmeister oder die Kosten für das Beheizen gemeinschaftlich genutzter Räume sowie deren Versorgung mit Strom. Hierbei handelt es sich um umlagefähige Kosten.

Grundsteuer

Vermieter können die Grundsteuer auf ihre Mieter umlegen, denn diese zählen zu den laufenden öffentlichen Lasten. Zu diesen gehören auch die Beiträge zu Wasser- und Bodenverbänden oder Deichabgaben, falls diese relevant sind.

Heizungswartung

Sie können die Kosten für die Heizungsreparatur nicht auf Ihre Mieter umlegen. Dafür stellen Vermieter die Wartungskosten der Heizung über die Heiznebenkosten in Rechnung.

Modernisierung

Findet eine Modernisierung der betreffenden Immobilie statt, darf der Vermieter eine Umlage für Modernisierungskosten in Höhe von acht Prozent vornehmen. Die Umlage erfolgt auf die Jahresmiete, eine Mieterhöhung ist aber nur bis zu drei Euro pro Quadratmeter innerhalb von sechs Jahren möglich (Kappungsgrenze). Hierbei handelt es sich um eine Sonderform der Mieterhöhung nach § 559 BGB.

Gartenpflege

Bei bereits vorhandenen Gärten können Vermieter die Kosten für die Gartenpflege auf ihre Mieter umlegen. Bei einer Neugestaltung der Grünflächen ist das hingegen nicht möglich.

Schornsteinfeger

Die Kosten für den Schornsteinfeger sind ebenfalls umlegbare Nebenkosten. Das gilt für alle Maßnahmen im Rahmen des Bundesimmissionsschutzgesetzes.

Verwaltungskosten gehören nicht zu den umlagefähigen Kosten nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 BetrKV

Übersicht der nicht umlagefähigen Kosten

Einige Kosten können Sie als Vermieter nicht umlegen. Hier erfahren Sie in kompakter Form, welche das im Einzelnen sind.

Haftpflichtversicherung

Sie möchten die Haftpflichtversicherung auf Ihren Mieter umlegen? Das ist bei privaten Haftpflichtversicherungen des Vermieters nicht möglich. Anders sieht es bei der Gebäudehaftpflicht aus, die umlagefähig ist.

Reparaturkosten

Sie können die Reparaturkosten nicht auf Mieter umlegen. Diese hat grundsätzlich der Vermieter zu zahlen. Eine Ausnahme besteht nur bei Kleinbeträgen bis zu einer gewissen Grenze, die zumeist bei 100 Euro liegt.

Verwaltungskosten

Sie gehören zu den nicht umlagefähigen Kosten nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 BetrKV und sind daher keine Betriebskosten.

Mietkosten für Rauchwarnmelder

Mietkosten für Rauchmelder sind nicht umlagefähig. Das hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 11.5.2022 (VIII ZR 379/20) entschieden.

Kontoführungsgebühren

Diese sind Teil der Kosten für die Verwaltung und daher nicht umlagefähig.

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