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Zinswende in Europa: Auswirkungen für Sparer und Kapitalanleger

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Effekte der Zinserhöhung für Kleinsparer und Anleger

Bei einer deutlichen Zinserhöhung stellt sich die Frage, wie Sie als Kleinsparer oder Anleger damit umgehen sollen und mit welchen Auswirkungen Sie auf Ihr Vermögen jetzt rechnen müssen. Grundsätzlich bedeutet eine Zinsanhebung, dass auch die durch Kreditinstitute angebotenen Sparzinsen steigen sollten. Einige Anbieter auf dem Markt haben bereits angekündigt, dass sie auf die Spareinlagen ihrer Kunden wieder positive Zinsen zahlen möchten. Die Banken reagieren auf Änderungen der Leitzinsen zumeist schnell und passen ihre Zinssätze für Tages- oder Festgeld entsprechend an.

Da der Strafzins auf Bankeinlagen entfällt, ist auch die Zeit der Negativzinsen für Sparer vorbei. Das sind insgesamt gute Nachrichten. Und was sind die Auswirkungen der Zinswende auf Anleger, die ihr Geld in Aktien investieren? Für sie ist eine Leitzinserhöhung im Normalfall keine gute Nachricht. Anleihen sind dadurch im Vergleich zu Aktien attraktiver, woraus Umschichtungen resultieren können, die dann zum Kursverfall an den Aktienmärkten führen. Zudem müssen sich die Unternehmen jetzt teurer finanzieren, was die Kurse ebenfalls unter Druck setzt.

Zinswende und Immobilienkredite: Platzt die Blase?

Die Auswirkungen der Zinswende auf Immobilienkredite verdient eine gesonderte Betrachtung. Denn Hauskäufer spekulieren bei ihrer Finanzierung über Fremdkapital auf dauerhaft niedrige Zinsen, um die Finanzierungskosten so gering wie möglich zu halten. Für diese Investoren stellen daher steigende Marktzinsen eine Bedrohung dar.

In den Jahren vor der Zinswende war die Baufinanzierung historisch günstig. Teilweise lagen die Zinsen für Baufinanzierungsangebote der Banken bei weniger als einem Prozent bei Zinsbindungen von zehn Jahren und länger. Dieser Baufinanzierungszins ist bereits jetzt stark angestiegen und hat bei Darlehen mit zehn Jahren Sollzinsbindung zumindest vorübergehend wieder einen Wert von 3,35 Prozent erreicht.

Solange die Zinsbindung gilt, sind Sie von den Auswirkungen der Zinswende nicht betroffen. Für alle anderen verteuern sich die Darlehen spürbar. Mit jedem Zinsschritt nach oben müssen die Betroffenen höhere Darlehensraten bedienen. Das könnte einige Haushalte irgendwann überfordern. Problematisch ist auch, dass die Phase der Niedrig- und Nullzinsen dauerhaft vorbei sein dürfte. Gerade jungen Menschen erschwert das den Hauskauf.

Die EZB leitet die Zinswende ein, doch was sind die Folgen?

Zinserhöhung gegen Inflation: Das sind die Auswirkungen

Die Erhöhung des Leitzinses gilt als Heilmittel gegen die Inflation. Die EZB hat sich relativ lange Zeit gelassen, auf die stark gestiegene Inflation im Euroraum zu reagieren. Die Zinsanhebung der Fed war da schon lange erfolgt. Doch jetzt findet die Zinswende statt und die Auswirkungen sollten auch in Ihrem Alltag bald zu spüren sein. Die EZB leitet die Zinswende ein, doch was sind die Folgen? Als Verbraucher sollten Sie bereits bei jedem Besuch im Supermarkt sehen können, dass der Preisauftrieb zumindest gedämpft ist. Auch wenn die Produkte nicht sofort günstiger sind, sollte der extrem schnelle Preisanstieg der vergangenen Monate erst einmal vorbei sein. Eine Zinserhöhung in Deutschland führt dazu, dass die Bürger wieder mehr sparen und damit die Nachfrage nach Konsumgütern zurückgeht. Bei sinkender Nachfrage fallen aber die Preise und die Inflation geht zurück. Von diesen Folgen der Zinswende profitieren alle Konsumenten.

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