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"Ich schätze es, durch meine Arbeit Ecken von Berlin neu zu entdecken"

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Ziegert EverEstate: Wie gestaltet sich dein Werdegang?

Vivien Strube: Durch erste Berufserfahrungen im Dienstleistungsbereich lernte ich recht früh, dass es mir unglaublich viel Spaß macht, mit Menschen zu arbeiten. Zudem faszinierten mich Immobilien und alles, was damit zusammenhängt, schon immer – ganz gleich, ob Wohnungen oder Häuser. So kam es, dass ich eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau abschloss und in einer Hausverwaltung tätig war. Allerdings fehlte mir dort der direkte Kontakt zu den Menschen. Im Rahmen meiner Ausbildung merkte ich im Fach über das Maklergeschäft, dass mich dieser Bereich stärker interessiert und so startete ich meinen Weg als Maklerin zunächst für gewerbliche Immobilien. Gewerbeflächen zu vermieten, wurde allerdings noch nicht meiner eigentlichen Leidenschaft gerecht: Ich wollte unbedingt in den Verkauf. B2B war nicht das Richtige für mich.

Was führte dich in unser Unternehmen?

Vivien Strube: Unser Unternehmen verfolgte ich bereits zu Zeiten meiner Ausbildung mittels Social Media und fand vor allem die Auswahl an schönen Immobilien sehr interessant. Also ergriff ich die Chance, verschickte meine Bewerbung und startete im Bereich für Altbauten. Bei der Zusammenführung der Firma Ende 2020 erhielt ich die Chance, mich auf Neubauten zu spezialisieren. Das ist genau das, was ich immer wollte.

Wie stehst du persönlich zu Alt- und Neubau?

Vivien Strube: Tatsächlich finde ich sowohl Altbau als auch Neubau reizvoll. Mit Neubauwohnungen kann ich mich persönlich mehr identifizieren, da ich jene lieber kaufen würde. Vorteile hierbei sind vor allem mehr Gestaltungsspielraum und es tauchen vergleichsweise weniger Sachmängel auf. Ungefähr ein Jahr lag mein Fokus auf Altbau und nun seit Januar 2021 auf Neubau. Ich mag die Gestaltung von Neubau einfach mehr.

Was musstest du zusätzlich mitbringen?

Vivien Strube: Die Ausbildung zur Immobilienkauffrau ist für meinen Beruf nicht notwendig, aber definitiv sinnvoll. Dadurch kann viel Hintergrundwissen mitgebracht werden – wenn ich spezielle Fragen gestellt bekomme vom Kunden, verstehe ich schneller das Problem und kann entsprechend reagieren. In der Ausbildung wird spezielles Wissen wie das Baurecht erklärt, wodurch ich ganz anders auf den Kunden eingehen kann.

Welche Qualifikationen sind wünschenswert?

Vivien Strube: Sobald man die Ausbildung in diesem Bereich bei der IHK erfolgreich bestanden hat, kann es losgehen! Als Quereinsteiger muss man natürlich entsprechende Kurse belegen für einen Maklerschein, aber das braucht man als Immobilienkauffrau nicht.

Wodurch zeichnet sich deine Zielgruppe aus?

Vivien Strube: Bisher konnte ich feststellen, dass meine Kunden, die für Neubau anfragen und Optionen für Altbau in z.B. besserer Lage sehen, sich dennoch gerne für Ersteres entscheiden. Auch habe ich das Gefühl, dass meine Käufer bereits Erfahrungen mit Immobilien gesammelt haben, evtl. etwas mehr Wissen mitbringen und dadurch eher kaufbereit sind. Meinem persönlichen Empfinden nach betreute ich mehr Erstkäufer im Bereich Altbau.

Wie verteilt sich der Anteil an Verkaufsanfragen innerhalb deines Teams?

Vivien Strube: Bei uns ist es nicht regional begrenzt: Jeder von uns kann im Prinzip alle Immobilien verkaufen. Wir haben sogenannte Objektmakler, die für bestimmte Projekte 50% der Anfragen erhalten. Die andere Hälfte verteilt sich fair im Team. Beispielsweise bin ich selbst auch Objektmaklerin für mehrere Immobilien und erhalte zusätzlich Anfragen für weitere Einheiten. Dadurch müssen wir alle ein breites Wissen mitbringen sowohl über die Immobilien als auch deren Lagen. Selbst ich als Berlinerin entdecke durch meinen Beruf viele neue Gegenden meiner Heimatstadt.

Wie gestaltet sich dein Arbeitsalltag?

Vivien Strube: Wir haben keine festen Arbeitszeiten im herkömmlichen Sinne, sondern bringen eine hohe Flexibilität mit – es kann vorkommen, dass man gerne rund um die Uhr erreichbar ist, um für die Kunden da zu sein. Ansonsten telefoniert man in meinem Segment anteilig sehr viel, da Besichtigungen nicht immer möglich sind. Bei alten Bauten verhält es sich eher so, dass man sich bei der ersten Besichtigung kennenlernt und die Fragen stellt. Je nach persönlichem Ansporn und Volumen an Anfragen gestaltet sich der Arbeitsalltag sehr flexibel. Die Strukturen und Vorgehen bleiben im Groben dieselben, aber man hat jeden Tag mit anderen Menschen zu tun.

„Mein Beruf erfordert auf jeden Fall viel Durchhaltevermögen.”

Was gefällt dir am meisten an deinem Beruf?

Vivien Strube: Zum einen, dass man Berlin besser kennenlernt. Ich schätze es sehr, dass ich durch meine Arbeit Ecken von Berlin neu entdecke. Es gibt so schöne Gegenden, in denen ich mir gut vorstellen könnte, selbst zu wohnen. Zum anderen ist mit das Beste am Beruf der Umgang mit den Menschen, wodurch ich viel Neues lerne. Teilweise auch private Geschichten, die den Verkauf einfach persönlicher und menschlicher machen. Tatsächlich lerne ich viel in meiner Arbeit fürs Leben – sei es die bessere Einschätzung von Situationen oder Menschen. Wenn Probleme auftauchen, gehe ich der Ursache dafür auf den Grund und suche nach einer Lösung.

Erzählst du uns von einer besonders positiven Erinnerung?

Vivien Strube: Da gibt es sehr viele! Kürzlich wollte ein Kunde, der Anfang letzten Jahres bei mir eine Wohnung gekauft hat, diese wieder verkaufen aufgrund einer Trennung. Da er sich gut betreut fühlte beim ersten Kauf, lief auch der Verkauf über uns. Solche Situationen zeigen, dass die Chemie zwischen Käufern und Verkäufern wichtig ist für nachhaltige Geschäftsbeziehungen. Insbesondere die Kundenbetreuung ist u.a. maßgeblich für den Erfolg.

Welche drei Eigenschaften sind wichtig für deinen Erfolg?

Vivien Strube: Ganz wichtig ist das Fachwissen. Man kann vielleicht ohne Fachwissen ein Talent für den Vertrieb haben, aber im Immobiliengeschäft sollte man wissen, wovon man spricht. Zweitens erfordert mein Beruf definitiv Empathie. Wir sollten in der Lage sein, uns in Kunden hineinzuversetzen und Wünsche oder Probleme frühzeitig zu erkennen – und mit diesen auch angemessen umzugehen. Wenn Kaufinteressenten Probleme nennen, steckt oft mehr dahinter. Hier ist Empathie ganz wichtig. Als Drittes würde ich gute Kommunikation nennen, wobei es meiner Ansicht nach wichtiger ist, zuzuhören als zu erzählen.

Welches Problem hast du kürzlich gelöst und wie?

Vivien Strube: Bei einer Gewerbeeinheit kam es zwischen Käufer und Bauträger zu Misskommunikation, was dazu führte, dass der Bauträger und wir die Information erhielten, das Problem liege beim Kaufpreis und der Kauf käme nicht mehr zu Stande. Daraufhin wollte der Bauträger unverzüglich alles absagen und nicht länger mit dem Käufer verhandeln. Bevor das geschah, ergriff ich die Gelegenheit, mit dem Kunden selbst zu sprechen und das eigentliche Problem zu erfragen. Dabei stellte sich heraus, dass nicht der Kaufpreis problematisch war, sondern andere Gründe ihn vom Kauf abhielten, welche letztendlich gar nicht so schwerwiegend waren. Die Herausforderung bestand nun darin, den Bauträger davon zu überzeugen und neue Lösungen zu finden für einen Kaufvertrag, der beide Seiten zufrieden stellt. Am Ende ist es mir gelungen, beide Parteien wieder zusammenzubringen.

Welche Nachteile bringt dein Beruf mit sich?

Vivien Strube: Mein Beruf erfordert auf jeden Fall viel Durchhaltevermögen. Natürlich kann die Arbeit mit Menschen auch anstrengend werden, wenn eine Seite nicht zuhören möchte und starr von einer gewissen Ansicht überzeugt ist. Beispiel: Wenn jemand der Ansicht ist, dass es sich um keine gute Immobilie handelt, die Fakten gegen diese Annahme sprechen, aber diese Person auf deren vorgefertigte Meinung beharrt, kannst du teilweise nicht viel ausrichten. Bei solch einer Situation sollte man sehr gut einschätzen können, wann es an der Zeit ist, etwas abzuhaken und weiterzumachen. Auch schwierig ist der Umgang mit teilweise unverschämten Kunden – da ist ein dickeres Fell hilfreich und klare Kommunikation, was in Ordnung ist und was nicht. Dabei bleiben wir als Verkäufer professionell und freundlich, aber auch bestimmt. Mit der Zeit im Vertrieb lernt man, sich nicht auf der Nase herumtanzen zu lassen und die Ziele im Blick zu behalten.

Siehst du dich weiterhin im Vertrieb?

Vivien Strube: Ja, denn es macht mir wirklich sehr, sehr viel Spaß. Für mich wäre ein Bürojob mit tagtäglich gleichen Aufgaben nicht das Richtige. Mein Beruf bietet viel Abwechslung und jeden Tag erlebe ich etwas Neues.

Welche Erfolgsaussichten bietet dein Beruf?

Vivien Strube: Nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ sehe mich eines Tages im Luxussegment. Mit der Zeit kann ich mich noch viel weiterentwickeln, um selbst einmal Team Lead zu sein. Dabei ist es wichtig, sich stets viel zu belesen und über das Neuste Bescheid zu wissen. Viele Käufer wissen selbst um die neusten rechtlichen Entwicklungen und da kommt es nicht gut an, wenn man als Verkäufer weniger Kenntnisse mitbringt. Deshalb: viel lesen, fortbilden, sich auf den neusten Stand der Dinge bringen und vor allem eine Ambition für den Vertrieb mitbringen!

Verfasst von:

Ariane Grote

Als gebürtige Berlinerin teilt Ariane gerne Fachwissen ihrer geliebten Heimatstadt. Dabei werden Sie stets auf dem Laufenden gehalten hinsichtlich der neusten Trends und Entwicklungen der pulsierenden Metropole und des Immobilienmarkts.

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